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Schlüssel zur Erinnerung
60 Freiwillige wurden für den Umgang mit Demenzkranken geschult / Empfang im Landratsamt Rund 2000 Menschen sind im Landkreis Esslingen in den Pfle-geheimen bürgerschaftlich engagiert. Das dürfte bundesweit einen Spitzenplatz bedeuten. Ganz wesentlich an dieser Bilanz beteiligt ist das landesweite Netzwerk BELA III, das seit vielen Jahren die Mitwirkung in Heimen fördert. Einer der jüngsten erfolgreichen Bausteine war eine vierteilige Fortbildung zum Umgang mit demenzkranken Menschen, die am vergangenen Dienstag mit Exkursion und kleinem Empfang ihren Abschluss im Landratsamt fand. Alle Teilnehmenden erhielten aus der Hand von Sozialdezernent Dieter Krug ein Zertifikat, das ihnen bescheinigte, dass sie sich einen aktuellen Kenntnisstand über die Krankheit angeeignet haben, dass sie Methoden des wert-schätzenden Umgangs erlernten und sich mit "Erinnerungspfle-ge" vertraut gemacht haben. Sie haben gelernt, dass die Le-bensgeschichte eines Menschen der Schlüssel zur Kontaktauf-nahme ist.
Rainer Wirth, der Regionalvertreter des BELA-Projekts im Landkreis Esslingen war von der Resonanz auf dieses Fortbil-dungsangebot völlig überwältigt: weil sich 60 Interessierte an-gemeldet hatten, musste die Veranstaltung zweimal durchge-führt werden. Von den 100 am Netzwerk beteiligten Heimen sind immerhin 20 aus dem Landkreis Esslingen. Rainer Wirth ist sicher, dass diese Fortbildung zur Qualitätsverbesserung in den Häusern beiträgt: "Das Miteinander von Hauptamtlichen und Freiwilligen und die Mischung von Teilnehmenden aus ver-schiedenen Häusern ist einmalig. Durch große Offenheit ent-stand ein Austausch und Gewinn für alle."
Seine Erfahrung "die Betreuung Demenzkranker braucht viele Helfer" teilte auch der Sozialdezernent, der sich angetan davon zeigte, dass die langjährige BELA-Geschichte immer weitere Kreise zieht und Menschen kompetent für ihren Einsatz macht. Die Fröhlichkeit der "Reisegruppe" zeigte, dass auch an-spruchsvolle Aufgaben vorzugsweise mit heiterem Gemüt an-gegangen werden. Auch Psychologin Iren Steiner, fachliche Begleiterin des BELA-Projektes auf Landesebene, begleitete den Bus, der bei der Rundfahrt viele interessante Einblicke in die Praxis bot. Im Steingaustift in Kirchheim war beeindruckend, dass Freiwillige sich sehr souverän in der ganzen Einrichtung mit ihren Betreuungsangeboten bewegen. Im Geriatrischen Zentrum Esslingen-Kennenburg war die Kultivierung der Sin-nesfreuden durch Wohlfühlbad und Klangsteintherapie für viele eine interessante Entdeckung. Alle Erkenntnisse werden bei-tragen, das eigene Engagement zu befruchten - davon ist Ele-onore Meyer, Begleiterin des Kurses, überzeugt. Der Kreisseni-orenrat beobachtet mit großem Wohlwollen die Ziele des BELA-Projektes und schickte mit Ingrid Schwörke eine "Abordnung aus dem Vorstand", um seine Unterstützungsbereitschaft zu signalisieren.
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